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Ökotourismus und Co - Nachhaltige Arten des Reisens
Aus dem Reisemagazin - Reisen

Ökotourismus und Co - Nachhaltige Arten des Reisens


Beton soweit das Auge reicht - der Strand von Benidorm
Quelle: pixabay.com (CC0 PD)

Die Motive fürs Reisen sind so unterschiedlich wie die Menschen, die am Flughafen Schlange stehen, um ihr Gepäck aufzugeben. Die einen suchen Ruhe und Entspannung, die anderen hingegen Abenteuer und den Kontakt mit fremden Kulturen. Für die Menschen vor Ort ist der Tourismus in der Regel ein zweischneidiges Schwert: Er schafft zwar Arbeitsplätze und hilft dabei, die Wirtschaft zu stärken, jedoch ist vor allem der Massentourismus auch immer mit Eingriffen in die Natur verbunden. Allerdings sind sich immer mehr Menschen auch dessen bewusst, dass sie ihre Verantwortung nicht einfach wie einen Badeanzug abstreifen können, weswegen sich mehr und mehr Reisende für eine schonendere Art des Reisens entscheiden.

Touristischer Größenwahn - Betonwüste Benidorm
Eine Wand aus Beton, ein Badebunker am Mittelmeer. Benidorm an Spaniens Costa Blanca ist so eine Art Antithese des Ökotourismus. Schön ist die Stadt sicher nicht, jedoch strömen jährlich unzählige Touristen in den Küstenort. Pro Einwohner gerechnet hat Benidorm die höchste Hochhausdichte der Welt und alles was nicht zubetoniert ist, wird mit Liegestühlen und Sonnenschirmen zugepflastert. In den 50ern sah es in dem Fischerort noch ganz anders aus. Nur wenige - maximal zweistöckige Häuser - standen unmittelbar am Ufer bis 1959 das erste große Hotel eröffnete und die Stadt fortan vor allem in die Höhe und in Richtung Strand zu wachsen begann. Laxe Gesetze erlaubten es der Stadt, sich unkontrolliert auszubreiten und weitere spanische Küstenorte folgten ihrem Beispiel. So hat Greenpeace Spanien errechnet, dass zwischen 1987 und 2005 entlang der spanischen Küste täglich bis zu acht Fußballfelder Natur unter Beton verschwanden. Denn Touristen brauchen nicht nur Hotels, sondern auch Parkplätze und Freizeitangebote.

Verschiedene Arten des nachhaltigen Tourismus
Touristische Angebote müssen jedoch nicht zwangsläufig mit einer Zerstörung der Natur einhergehen. Es lässt sich nicht leugnen, dass mit Reisen - besonders Flugreisen - auch immer ein gewisser CO2-Ausstoß verbunden ist, jedoch lässt sich mit umsichtiger Urlaubsplanung langfristig die Einnahmequelle der Menschen vor Ort und gleichzeitig das Reiseziel für zukünftige Generationen erhalten.


Flugzeuge erzeugen viel CO2
Quelle: pixabay.com (CC0 PD)
Längst hat die Reisebranche diesen alten Trend wieder für sich entdeckt. Die vor mehr als 20 Jahren in den USA gegründete International Ecotourism Society (TIES) definierte nachhaltigen Tourismus als "verantwortungsbewusstes Reisen, das die Umwelt schützt und das Wohlbefinden der einheimischen Bevölkerung aufrechterhält". Nicht nur der Naturschutz steht im Vordergrund. Ebenso geht es Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit. Hinsichtlich nachhaltigem Tourismus ergeben sich jedoch einige Abstufungen, die nicht immer klar durch Trennlinien definiert sind:
  • Sanfter Tourismus: Der Begriff steht stellvertretend für die allgemeine Forderung nach einem Wertewandel innerhalb der Tourismusbranche und in Abgrenzung zum Massentourismus bzw. Harter Tourismus; unter der Maxime „qualitatives statt quantitatives Wachstum“ steht er für ökologisch, ökonomisch und soziokulturell verträgliche Tourismuspolitik in den Zielorten
  • Ökotourismus: wie bereits erwähnt handelt es sich bei Ökotourismus um eine nachhaltige Form des Tourismus, der die Umwelt schützt und den Bewohnern des Ziellandes eine wirtschaftliche Perspektive innerhalb des Tourismus bietet
  • Naturtourismus: im Gegensatz zum Ökotourismus spielen sich beim Naturtourismus die meisten touristischen Aktivitäten zwar in der Natur ab, ein Schutz dieser ist jedoch nicht zwangsläufig impliziert
  • Nachhaltiger Tourismus: anders als der Ökotourismus muss nachhaltiger Tourismus in seiner allgemeineren Ausprägung nicht in der Natur stattfinden; auch Städtetourismus kann nachhaltiger Tourismus sein

Wunderschön und schützenswert - Costa Rica
Quelle: pixabay.com (CC0 PD)

Umweltschutz im Paradies - Costa Rica
Dass Umweltschutz und das Bereisen exotischer Ziele Hand in Hand gehen können, zeigt das Beispiel Costa Rica. Bereits in den 1960ern stellte der Staat in Zentralamerika seine Weichen in Richtung nachhaltigem Tourismus und gehört zu den Pionieren des Ökotourismus. Während in Europa Hochhäuser aus dem Boden sprießen, Autobahnen wie Teppichboden ausgelegt wurden und Investitionen in Fabriken flossen, entschied sich Costa Rica, privaten Landbesitzern ihre Grundstücke abzukaufen und richtete Nationalparks ein: Zäune wurden errichtet, Parkwächter wurden eingestellt. Somit wurde der Zugang zu den Parks nicht nur kontrolliert, sondern auch gleichzeitig illegalem Holzschlag und Wilderei vorgebaut, so dass im Jahr 2015 25% des Landes als Naturschutzgebiet zählten - weitere 10% als privat geschützte Reservate. Dies entspricht weltweit dem größten Anteil an unter Schutz stehender Natur.

Da Naturschutz zwangsläufig mit hohen Kosten verbunden ist, entschied sich Costa Rica früh dazu, den Besuchern den Zugang zu ihren Naturschätzen gegen Entgelt zu ermöglichen. Eine klassische Win-Win-Situation: der Staat beschafft sich Mittel zum Schutz der Natur und der heimischen Tierwelt und Touristen können diese wiederum hautnah mit gutem Gewissen erleben. Im Jahre 1999 führte das Fremdenverkehrsamt sogar ein Zertifikat für nachhaltigen Tourismus ein, kurz CST, welches bis heute besteht und damit Costa Rica weltweit zu einem der ersten Länder mit einer nationalen Politik für nachhaltigen Tourismus gemacht hat.

Reisen mit gutem Gewissen
Letzten Endes bleibt es jedem selbst überlassen, wie er seinen Urlaub gestalten möchte. Zwischen Free-Drink-Partys in Benidorm und Faultier-Beobachten in Costa Rica gibt es unzählige Nuancen. Es kann jedoch nicht schaden, sich vor der nächsten Reiseplanung intensiver mit nachhaltigen Angeboten auseinanderzusetzen, damit man vielleicht nicht zu den letzten Menschen gehört, die einen Urlaubsort betreten. Das schützt nicht nur die Umwelt und die Menschen vor Ort, sondern verschafft einem auch beim Reisen ein gutes Gewissen.

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